Sonntag, 10. Juli 2016

Stürmisch heißer Sonntag


Wir starten wieder in den frühen Morgenstunden von dem Naturcampingplatz in  Condrieux. Wir lieben diese Morgenstimmung und spüren den kühlen Fahrtwind. Der Radweg ist ab Givors durchgängig geteert und superbreit. Fahrräder haben hier vorfahrt. Da können sich die Deutschen noch etwas Nachhilfe holen. Auch auf der Straße fahrend, werden wir weder bedrängt noch angehupt. Die Verkehrsschilder sind ebenfalls kreativ gestaltet.


Entlang des Radweges sind zeitweise Skulpturen anzutreffen. Bei Marie legen wir dann eine Pause ein. Leider kein Schäferstündchen, da sie aus kunstvoll gestaltetem Stroh und Gips besteht.

Wir fahren entlang von Obst- und Gemüseplantagen. Die Aprikosen an den Bäumen sind leider noch nicht reif, das Fallobst aber schon. Nichts ist so lecker, wie überreife Aprikosen direkt vom Feld.

Die Sonne steigt stetig zum Zenit und das Thermometer zeigt satte 41 Grad. Jetzt schmilzt die Kondition wie Wachs auf der Herdplatte! Und Herdplatte ist auch die treffende  Bezeichnung für die flirrende Teerstraße.
Unterwegs treffen wir auf die Schweizer Fahrradgruppe, die uns auf den richtigen Rhoneradweg geführt hat. Die Pause nutzen wir, um uns gegenseitig vorzustellen. AgrarstudentInnen, wie sich herausstellt, auf dem Weg nach Marseille.

Die Rohne wandelt sich stetig zu einem erbärmlichen Kanal und die Wasserbauer haben ganze Arbeit geleistet. Toller Weg, Aber kein Baum und Strauch, die Ufer sind mit Betonplatten eingefasst. Es gibt weder Sonnenschutz noch Windabdeckung gegen die bekannte südlichen Winde im Rhonetal. Wir haben mindestens 30 km extrem starken Gegenwind. Geschätzt 6 bft bei sengender Sonne. 
In Valence haben wir wirklich die Faxen dicke als wir erfahren, dass der Campingplatz geschlossen ist. Wir müssen die Rhone noch einmal über eine gefühlt kilometerlange Brücke queren, weil auf der anderen Seite ein Campingplatz zu finden sei. Aus den angegebenen 6 Kilometern werden dann doch noch 18. Heute sind wir voll an unsere Belastungsgrenze gekommen und die Tshirts weisen vom getrockneten Schweiß deutliche Salzränder auf. Waschen ist angesagt.
In Charmes s Rhone finden wir endlich einen Cplatz municipal. 8,00 Euro die Nacht, dafür volles Haus wegen des Endspieles. Das ganze Dorf scheint anwesend zu sein Und geht jetzt Gott sei Dank, frustriert endlich nach Hause. Klammheimliche Freude bei uns. Vielleicht können wir heute in Ruhe schlafen. Ich vergaß, auf dem Tacho haben wir heute 99 km.










1 Kommentar:

  1. Bei den Fotos erübrigt sich ein Kommentar ... Auch im Norden heute Sommer bei Sonne und 30 Grad - in Bremen wurden die letzten Sauerkirschen geerntet. Aprikosen gibt's nur auf dem Markt und die Tomaten und Peperoni sind noch grün. Wie schön ist's doch im Süden ... Lasst es euch weiter gut gehen und auch wir sind schon gespannt auf den Multi-Media-Bericht - ich hoffe, wir können dabei sein. Oder ihr geht einfach auf Tournee. LG U aus B (die gestern zumindest 50 km geradelt ist)

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